Aktueller Stand Kurzarbeit und EO infolge Covid-19

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und den neusten Corona-Massnahmen des Bundes ist die Lage für viele Unternehmungen nach wie vor sehr schwierig. Wir bringen Sie deshalb auf den aktuellsten Stand, was die Regelungen zur Kurzarbeit und zum Corona-Erwerbsersatz betreffen.

Kurzarbeit

Bis voraussichtlich Ende Dezember 2020 gelten das vereinfachte Vorgehen für die Voranmeldung und das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE). Die maximale Bewilligungsdauer von Kurzarbeit liegt aktuell bei drei Monaten. Wichtig: Die Voranmeldefrist von 10 Tagen ist wieder aktiv. Wir empfehlen Ihnen deshalb die Voranmeldung frühzeitig einzureichen.

Folgende Personen sind nicht anspruchsberechtigt für die KAE:

Seit dem 1. September 2020 gilt eine Karenzzeit von einem Tag. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber pro Monat die Lohnkosten für einen Tag im Umfang der KAE selbst zu tragen hat. Bestehende Überzeiten müssen bis voraussichtlich Ende Dezember 2020 nicht berücksichtigt werden. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Arbeitnehmenden 80% des Verdienstausfalls ordentlich und fristgerecht mit dem Lohn auszuzahlen. Die Sozialversicherungsbeiträge sind jedoch weiterhin auf den 100%-Lohn zu entrichten.

Die aktuellen Formulare für die Voranmeldung und die Abrechnung von KAE finden Sie unter folgendem Link. Anstelle der Excel-Dokumente können auch die neuen eServices verwendet werden. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unseren Newsletter vom 7. Oktober 2020.

Erwerbsersatz für Corona

Die Anmeldung für den Erwerbsersatz aufgrund einer der unten genannten Fälle muss bei der Ausgleichskasse erfolgen, wo Sie bzw. Ihre Mitarbeitenden AHV-versichert sind. Folgende Personengruppen sind anspruchsberechtigt:

Am 4.11.2020 hat der Bundesrat eine neue Verordnung zum Corona-Erwerbsersatz verabschiedet, welche rückwirkend ab 17.9.2020 in Kraft tritt und voraussichtlich bis 30.6.2021 gilt: Neu sind auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) in den Fällen 1-3 anspruchsberechtigt.

*Die Erbringung dieser Nachweise dürfte in naher Zukunft immer schwieriger werden. Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden, weil die Kantonsärzte keine Quarantäneanordnungen mehr ausstellen können, so kann ausnahmsweise eine schriftliche Selbstdeklaration der anspruchsberechtigten Person eingereicht werden. Die anspruchsberechtigte Person hat jedoch zu begründen, weshalb der Nachweis nicht erbracht werden kann.

Unterscheidung Quarantäne und Isolation

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne zur Seite und unterstützen Sie bestmöglich.

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Autor

Nabila Gysin
Handlungsbevollmächtigte
BSc in Betriebsökonomie
zugelassene Revisorin
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