Die neuen Schwellenwerte für Ordentliche Revisionen

Die neuen Schwellenwerte für eine Ordentliche Revision werden erhöht.

aus TRETOR Newsletter Ausgabe November 1/2011

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft hat in der Schlussabstimmung vom 17. Juni 2011 die erhöhten Schwellenwerte für die Ordentliche Revision gemäss Botschaft des Bundesrates angenommen. Die vom Parlament erhöhten Schwellenwerte des Revisionsrechts werden auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt. Nach Artikel 727 Absatz 1 Ziffer 2 OR müssen neu folgende Gesellschaften ihre Jahresrechnung durch eine Revisionsstelle ordentlich prüfen lassen:

  1. Bilanzsumme von CHF 20 Millionen (bisher CHF 10 Millionen)
  2. Umsatzerlös von CHF 40 Millionen (bisher CHF 20 Millionen)
  3. 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt (bisher 50 Vollzeitstellen)

Die vom Parlament erhöhten Schwellenwerte des Revisionsrechts werden auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt.

Was bedeuten diese neuen Schwellenwerte nun für Sie als betroffenes Unternehmen? Hier wollen wir Ihnen in Kürze die wichtigsten Punkte aus dem neuen Gesetz in Form eines Fragenkataloges erläutern:

Ausdrücklich von der eingeschränkten Prüfung ausgeschlossen ist das interne Kontrollsystem.

Fazit

Insgesamt ist festzuhalten, dass eine Eingeschränkte Prüfung im Normalfall für kleinere und mittlere Unternehmen ausreichend und zweckmässig ist. Insbesondere konnte in der Vergangenheit auch beobachtet werden, dass Banken und Kreditgeber keine Unterscheidung zwischen den Revisionstestaten vornehmen. Trotzdem kann es bei Unternehmen mit einer grossen Anzahl nicht operativ tätiger Aktionäre durchaus sinnvoll sein, bei einer Ordentlichen Revision zu verbleiben, um den Aktionären eine Aussage zum internen Kontrollsystem sowie einen Vorschlag zur Abnahme oder Rückweisung der Jahresrechnung vorlegen zu können.

Autor

Adrian Schaller
Mitglied der Geschäftsleitung, Partner
dipl. Wirtschaftsprüfer
MSC in Business and Economics
zugelassener Revisionsexperte
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